Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Inzidenz des Zervixkarzinoms variiert regional sehr stark. Während weltweit circa 500.000 Frauen an einem Zervixkarzinom erkranken, lag die Zahl in Deutschland 2020 bei 4640 Neuerkrankungen. Etwa 20% davon sind Adenokarzinome der Zervix. Als Vorstufe ist das Adenocarcinoma in situ (AIS) der Zervix bekannt, dessen Inzidenz mit 6.6 pro 100000 angegeben wird, mit sogar steigender Inzidenz auf 11.2 pro 100000, bei einem Erkrankungsgipfel von 30 bis 39 Jahren. Auch wenn das AIS und auffällige glanduläre Zytologien seltener vorkommen, sind sie doch von großer Bedeutung, da die Erkennung und Therapie des AIS als Vorstufe die zentrale Voraussetzung für die Verhinderung eines Adenokarzinoms der Zervix darstellt. Dies gilt besonders aufgrund der aktuell noch eher niedrigen Impfrate gegen das Humane Papillomavirus (HPV). Die kolposkopischen Kriterien bei glandulären Läsionen sind nicht so spezifisch und die Läsionen sind häufig multizentrisch und/oder endozervikal gelegen, was die Diagnostik erschwert. Diesem spannenden Thema widmet sich unser erstes Webinar der Arbeitsgemeinschaft für Zervixpathologie und Kolposkopie e.V. Hier werden wir gemeinsam anhand von Kasuistiken und wissenschaftlicher Evidenz dieses wichtige Thema näher beleuchten. Wir freuen uns, wenn Sie unser erstes AG-CPC-Webinar zum Thema „Die glandulären Läsionen – Herausforderung für Kolposkopie und Zytologie“ besuchen und mit uns die verschiedenen Facetten dieses kontroversen Themas diskutieren!
Melanie Henes und Volkmar Küppers